Erfahrungsbericht Christian Wallner

Hallo
 
das Thema Schleppschlauch Schleppschuh beschäftigt mich schon sehr lange. Vor ungefähr 15 Jahren kam von einem Vertreter der Firma Zunhammer die Aussage "Diese Technik (Bodennahe Gülleausbringung durch Schleppschuh -schlauch) muß unbedingt wieder kommen. wir wollen ja wieder neu Technik verkaufen. Ich bin der Meinung: wenn diese Technik vor 20 Jahren schon so Effizent gewesen wäre, warum ist Sie dann nicht weiter verfolgt worden? Kein Landwirt hat etwas zu verschenken, und keiner ist bestrebt der Düngemittelindustrie das Geld hinterher zu werfen.
 
Ich habe mir aber auch bei Berufskolegen, die diese Technik bereits nutzen die Flächen, vor allem die Wiesen, angesehen. Die sogenannten Güllewürste wachsen munter mit dem Bestand in die Höhe. Eine zeitige Güllegabe zum ersten Aufwuchs ist sehr riskant. Eine Mahd Ernte bei 9cm Höhe ohne diese mit ins Futter zu bekommen ist schier unmöglich. Wahrscheinlich werden wir von der Beratung auf 15 cm oder noch höher gehen müssen. Im Anhang schicke ich 2 Bilder mit wo dies ersichtlich ist.
 
Habe letzten Herbst ein Schleppschuhfaß ausgeliehen und damit meine Wiesen begüllt. Ca 6,5% TS bei einer Gabe von 15m³ /ha, bis kurz vor dem Schnee waren die Streifen immer noch gut sichtbar. Wie es jetzt aktuell auf der Fläche aussieht kann ich nicht sagen, da wir noch Schnee liegen haben.
Im Herbst würde es mich weniger stören, da ich meine Flächen im Frühjahr mit dem Wiesennachsaatgerät durch striegle. Kann aber noch nicht beurteilen wie schwer es wird, diese  Güllewürste zu zerkleiner und zu verteilen.
Habe aber auch die Erfahrung gemacht, daß die Schleppschuhgülle im Vergleich zur Möschaverteilergülle länger duftet, vor allem wenn diese durch Regen wieder angefeuchtet wurde.
 
 
Mineralstoffhändler stelle sich schon auf die Keimbelastung im Grundfutter ein. Sie sind schon am Probieren welche Mittelchen Sie uns Verkaufen müssen.
 
Zu meiner Ausbringtechnik Pumpfaß 12m³ mit Möscha verteiler. Hatten 1987 schon einen Pendelverteiler nach Möscha Art mit elektrischen Antrieb im gebrauch bis 1996. Anschließend Ausbringung mit Schleppschlauch durch Lohnunternehmer und eigen Mechanisierung im zuge von Kulap ( wenn ich mich noch richtig erinnere) Seit 1999 mit Vogelsangverteiler und seit 2015 mit Möscha.
 
 
Ich hoffe, ich kann Ihnen ein wenig weiterhelfen, damit wir gemeinsam dieses Problem gelöst bekommen.
 

 

MfG Wallner Christian

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