Eine andere Meinung zu dem Thema

Nach meiner Erfahrung gibt es beim Einsatz der bodennahen Ausbringtechnik keine Probleme auf Acker- und Grünland beobachten können. Ausgebracht wird die Milchviehgülle und der Gärrest bei mit mit einem Schleppschuhverteiler.

Die Technik kostet Geld, ja, aber ich denke wir Landwirte müssen hier auch umdenken:

1. Braucht jeder ein eigenes Fass?

Ich denke ganz klar NEIN nicht jeder. Auch mit 65 Kühen kann ich meine Gülle in der Regel immer zeitgerecht ausbringen.

 

2. Futterverschmutzung?

Eine Futterverschmutzung im Sommer kann ich nicht feststellen, da ich bei Trockenheit keine Gülle ausbringen. Dies macht ohnehin nur wenig Sinn, weil bei Hitze und Trockenheit derart viel Stickstoff in die Luft geht, dass ich mir diesen lieber spare.

Ich sehe natürlich aber auch ein, dass Es bei Gülle mit sehr hohen TS-Gehalten auch Probleme geben kann, jedoch finde ich es nicht korrekt, wenn die Aussage getroffen wird, dass es Probleme geben muss.

 

Ich denke über kleinere Technik können auch viele Betriebe von den Vorteilen der geringeren Verluste profitieren.

Zu denken geben möchte ich außerdem, dass man immer eins im Hinterkopf behalten muss: Der Ammoniak, der nicht bei der Ausbringung eingespart wird müssen ggf über Güllegrubenabdeckungen oder Maßnahmen im Stall eingespart werden.

Die Idee von Güllezusätzen zur Reduktion von Ammoniak finde ich sehr gut!

Dadurch könnte die bisher erlaubte Technik weiter verwendet werden, was einen großen Erfolg, v.a. für kleinere Landwirte bedeuten würde.

Anmerkung:
Interessant fand ich so beim lesen dieser Mitteilung, dass man der bodennahen Ausbringungstechnik offenbar eher eine bessere Nährstoffversorgung der Pflanzen zugesteht. Damit tut sich aber die Wissenschaft schwer. Es gibt nämlich interessante Versuche, die eine höhere Ertragserfassung bei der Breitverteilung feststellten. 

Jens

Kommentar schreiben

Kommentare: 0