Nitratwerte hoch - was sagt der Spitalhofhofversuch dazu?


In der fränkischen Landeszeitung erschien heute folgender Bericht.

Darin kommen die Landwirte vor. Es wird "immernoch" zuviel GÜLLE auf die Felder ausgebracht.
Im Text selber findet man dann die Konkretisierung - "wasserlöslichen Salze der Salpetersäure" mit der Bemerkung des "Mineraldünger und Gülle Mastanlagen und Biogasanlagen".

Vor vielen Jahren wurden Versuche unternommen, indem man Überdüngung simulierte.  
Varianten mit Gülle und Varianten mit Mineraldünger. Dabei wurde auch eine Gülle mit 480 kg/N je ha ausbracht. Im Langzeitversuch  sollte der Nitrateintrag gemessen werden. Ein einziges mal hat diese extrem hohe Gülleüberdüngung den Wert 51 mg/l und somit den Grenzwert von 50 mg/l gerissen.

Bei der Variante "Mineraldünger" die im max. 300 kg KAS / ha (180 kg weniger N) durchgeführt wurde, von 500 mg/l Nitrat !!!!! 10 x höher als Grenzwert gemessen. Es handelt sich dabei um ein Sondereffekt "Primming".
Aber selbst die 100 kg KAS / Variante, hatte den Nitratgrenzwert weit überschritten 

Warum posten wir das hier?
Weil wir Bauern an der Problematik der Überdüngung schlicht und einfach mitverantwortlich sind. ABER - wir sind auch gewillt, die Dinge die schlecht gelaufen sind künftig wieder zu verbessern. Die Gülle ist hier der bessere organischer Dünger als Mineraldünger. Die Nitatproblematik wäre mit Gülle leichter lösbar als mit Mineraldünger.

Die Gülle ist schlicht besser, als Ihr Ruf. Da sollten wir Bauern uns mal Gedanken machen, wie wir hier gemeinsam mit der Forschung und Wissenschaft unser Wissen und die Erfahrungen einbringen. Wenn wir dort ein Stück weiter kommen, ist dem Ammoniakproblem vermutlich auch lösbar.


Berichte und Versuchsergebnisse 2. Auflage 2002 LfL

Die Versuchsreihe "Spitalhof 2002" findet man unter dem Reiter DOWNLOAD

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