Was für ein Meilenstein?

Das ist nun ein echter Meilenstein

Das war ein aufregender Prozess - Monate haben wir schon uns mit dem Thema einer möglichen Emissionsminderung befasst. Positionspapier geschrieben, übergeben - verbreitet - diskutiert und informiert. 

Und nun: Am 02.08.2019 haben wir unseren Wissensstand öffentlich gemacht. Tag zuvor noch zig Gülleproben gemeinsam durchgemessen - ja keinen Fehler im Verfahren begehen, nicht dass uns die Wissenschaft einen Strick draus dreht. Es hat Spaß gemacht - es war ermutigend und vor allem war es für uns der Beweiß, dass die rein technische Variante die uns stets verkauft wird niemals so gut sein kann, als unsere Emissionsreduktion bereits im Stall, der Fütterung und im Lager anzugehen.

 

ALLEN - die hier mitwirken - ein BIG BIG DANKE. Es war klasse und begeisternd zugleich. Auch wenn die wirklichen Entscheidungsträger der LfL offenbar kurzfristig kalte Füße bekommen haben, sind wir weit gekommen. Wir haben ein MESSGERÄT - wir haben eine MESSTECHNIK und müssen nicht mit Handpumpen und Teströhrchen arbeiten. Das Messverfahren ist schlüssig - einfach und wissenschaftlich tragbar. Gibt es in Zeiten der Klimaprobleme denn wichtigere Termine?

Was soll nun gegen eine derart vernünftige VARIANTE sprechen?

 

Die Breitverteilung steht auf Acker ab Feb 2020 – auf Grünland ab 2025 vor dem AUS -  §6 Abs 3 der Düngeverordnung ist ein Lichtblick und lautet:

AUSZUG aus dem GESETZESTEXT:
Die nach Landesrecht zuständige Stelle kann abweichend von den Sätzen 1 und 2 genehmigen, dass die in Satz 1 genannten Stoffe mittels anderer Verfahren aufgebracht werden dürfen, soweit diese anderen Verfahren zu vergleichbar geringen Ammoniakemissionen wie die in Satz 1 genannten Verfahren führen.

 

Es geht also um "Andere Verfahren als Schleppschlauch, Schleppschuh oder Injektion"!

 

Helft uns gemeinsam, dieses Andere Verfahren mit belegbarer Emissionsreduktion hinzubekommen.

 

Schauts euch die Grafik mal an. Die Emissionsreduktion ist bei kühler Witterung sehr tief. Da ist zwischen den einzelnen Verfahren wenig unterschied. Das sind die Zeiten, in denen auch die meiste Gülle auf die Felder kommt. Die geringe Mengen an Gülle zu warmen Zeiten - sind bei Gesamtbetrachtung sehr gering. Die bodennahe Ausbringung bringt vielleicht - 7 bis 10%. - Kollegen - das ist eine LACHNUMMER (Witz mit Anlauf).

 

Die Sperrzeiten müssen in den kühlen Monaten auf Grünland wegfallen. Das macht bei einer Grasnarbe nicht wirklich sinn hier zu sperren. (ausgenommen kann Schnee und gefroren sein). Dafür lieber zwischen Juni und Mitte September eine Sperrfrist setzen. 

 

 

... hier mal noch einige Eindrücke von unseren Messtermine. Wir hatten in kleiner Gruppe bereits am 01.08. zig Gülle durchgemessen. Erstaunliches ist dabei zu Tage gekommen. 

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