Machen Sperrzeiten eigentlich Sinn?

Wenn man bedenkt, dass bei kühlen Temperaturen die Ammoniakausgasung bei Gülle nachweislich geringer ist, als z.B. im Juni (ich argumentiere anhand der Unterlagen der LfL in Bayern) - dann ist doch eine Sperrfristenverlängerung, bzw. grundsätzlich die Sperrzeitenregelung wenig Sinnvoll.

Im Grunde erreicht der Breitverteiler bei kühler Witterung mit der selben Gülle die gleichen Emissionswerte, wie die Vorgaben von Schleppschlauch und Schleppschuh zur Ausbringung. Wo man doch mit leichter Technik drauf könnte.

 

Welchen Sinn macht es also, dass wir Bauern uns große Fässer kaufen sollen, mit hohen Gewichten auf unseren Feldern umherfahren und dabei aufgrund des Zeitdrucks auch dann fahren, wenn es fachlich schlicht keinen Sinn macht. Je geringer das Zeitfenster - je größer das Problem.

 

Warum erklären wir unserer politischen Obrigkeit nicht, dass eine einfache und wirkungsvolle Regelung in Form einer "fachlich guten Güllepraxis" als DÜV ausreicht, um sowohl die NEC RIchtlinie in Bezug auf Ammoniak und die Nitratprobleme zu erfüllen. Das Nitratproblem war bei 480 kg N /ha bei reiner Gülle auf dem Spitalhofversuchen kein Problem. Warum machen wir dann daraus ein Problem. Oder kennt die Politik die Untersuchungen der LfL nicht?

 

Das Regulationsmonster Düngeverordnung verursacht doch im Grunde mehr Probleme, als es Lösungen schafft. Wie konnte die Menscheit die letzen Jahrtausende überleben?

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