Kleiner Geschmacksprobe auf die unterschiedlichen Rückmeldungen

Nachfolgend einige Kommentare aus unserer Blitz-Umfrage. 
Die Antworten sind 1:1 übernommen. 
Bitte nicht daran stören, wenn mal ein Schreibfehler oder so drin ist. Das sind die ganz spontanen Antworten von Bauern - sowohl pro als auch contra. Wir freuen uns, wenn Ihr uns weitere Rückmeldungen gebt. Am liebsten natürlich mit Bild.
Gruß
Jens


Ich habe ein Paar Jahre mit einer Güllekette Gülle mit Schlepp-schlauch gefahren. Die Querverteilung am Hang wahr sehr Schlecht. Die Gülle Würste haben zu Starken Veränderungen auf dem Grünland geführt. Bei Trockenem Wetter sind die Gülle Würste fest-geworden und Konten nur durch die nächste Winterfeuchtigkeit aufgelöst werden, ich hatte vom zweiten bis zum vierten Schnitt Verschmutzungen im Futter, und Narben Veränderungen durch die Gülle Würste zu beklagen. Auf meinen Grünlandflächen ist die Technik nicht geeignet.


Teure Technik,enorme Bodenverdichtung, Beschädigung der Grasnarbe alles schlecht


Ich persönlich habe bis jetzt nur schlechte Erfahrungen mit Schleppschuh und Schulen schlauchgemacht bei Trockenheit wachsen die Feststoffe vder Gülle heraus und man erntent sie direkt mit ins Futter und der bodendruck ist enorm da die fässer einfach zu schwer werden.


Möscha - gut und einfache Technik, grobtropfige Ausbringung


Höherer Aufwand bei kleinstrukturierten Flächen, geringere Arbeitsbreite sorgt für mehr Überfahrten, mehr überlappung am Vorgewende und in Spitzen, man fährt mehr durch ausgebrachte Gülle, Gülle wird somit angewalzt, Straßen verschmutzen mehr. Höhere störanfälligkeit


Im Grünland entstehen bei nassen und trocken verhältnisen größsere schäden mit der Schuhverteilung als mit den bis herrichen Ausbringtechnik


Bei Trockenheit wächst die Gülle mit nach oben


bei mir wird die Gülle überbetrieblich von einer Gemeinschaft mit einem 8m3 Ein-Achs-Güllefaß ausgebracht, welches vom Gewicht ok ist. Diese Gemeinschaft hat auch ein 17m3 Güllefaß, ist aber vom Gewicht viel zu hoch. Man hat sogar einmal in der Zwischenfrucht nach der Hauptkultur die Fahrspuren vom Frühjahr gesehen


Wir behandeln unsere Gülle seit mehren Jahren mit Gesteinemehl und Em . seit 3 Jahren mit Leonardit.Vor kurz habe ich die Gülle untersuchen lassen. Ergebnis 8,1 TS 2,5 kg Gesamtstickstoff davon 1,5 Org. gebunden 1kg NH4,1kg Phosphat und 4 kg Kali . Erfahrung ist sehr positiv fast kein Geruch ,sehr schöne Pflanzenbestände bei 12-20 pm /ha .Ich will dies auch in Zukunft so praktizieren und bin nicht in der Lage die Gülle einschlitzen zu lassen. Das ist betriebliche aus!!!


in unserer Gemarkung wurde im Regen mit Schleppschläuchen Gülle ausgebracht . Diese Fläche war vorher Jahrelang zum Heumachen verwendet worden (viele Untergräser, Klee, Kräuter).Nach der Schleppschlauch Ausbringung sind diese von in Streifen stehendem Löwenzahn, groben Oberrgräsern und dem stumpfblätrigen Ampfer bedrängt und teilweise verträngt worden. Diese hatten auch ein leichtes Spiel ,weil nach der Ausbringung dort wo die Schleppschläuche liefen alles verbrannt oder gelb war.


Mit der aufwendigen Schleppschuhtechnik ist es schwieriger bis teils unmöglich in Hanglagen reinzufahren, wo ich mit einem kleineren leichten Fass mit Schwenkverteiler noch sehr gut zurecht komme. Grade im Anbetracht von Nitratbelastung im Grundwasser sollte doch eine Gülleausbringung auf allen Flächen eines Betriebes möglich sein, um möglichst alle Nährstoff zu nutzen.


Habe 15 Jahre mit Lohnunternehmer gearbeitet. schleppschlauich Grubber Gülle mußte teilweise auch bei nicht optimalen Bedingungen ausgebracht werden. Im herbst auf Grünland waren bei zu wenig niederschlag die Güllestreifen im Frühjahr noch vorhanden.

Eigenmechanisierung Schwanenhals. Bei Raps, Wintergerste, Begrünung, Hafer und Silomais wird die Gülle innerhalb von 4 Stunden eingearbeitet. Bei grünland nur im Herbst bei Nebel und leichtem Niederschlag ausgebracht. Im Frühjahr wird die Gülle bei leichtem Bodenfrost auf das Getreide nach Mais oder Sommerung verteilt.

Das Nitrat- und Gülleproblem wird nur gelöst, wenn wieder eine Kreislaufwirtschaft in der Landwirtschaft besteht. Aber nicht bei Transport über Hunderte Kilometer.


Die Futterverschmutzung ist bei dicker Gülle und bei wenig Niederschlag ein Problem. Bei optimalen Wachstumsbedingungen und Feuchte ist der Ertrag bei Bodennaher Ausbringung deutlich höher (geschätzt 20 %)


Ich habe diesen Winter Heu vom 3. Schnitt gefüttert hier waren sehr viele Gülle Würste drin. Das tat beim füttern schon weh. Bloß was soll man machen wenn man kein anderes futter hat?


Die Schleppschuhtechnik wird bei uns bereits seit 2013 eingesetzt, anfängliche bedenken wegen Futterverschmutzung sind nicht der Fall wenn man die Grundlagen der Silagebereitung einhält. Schnitthöhe mind 7 cm und Schwader dementsprechend eingestellt. Beim Prallteller kann bei keinem niederschlag die Gülle auch am Futter kleben bleiben. Allerdings ist der Schleppschuh nochmals besser als der Schleppschlauch.

Wir haben Versuche gemacht Prallteller vs. Schleppschuh der Bestand der mit dem Prallteller gedüngt war, war merklich schlechter.

Für Gebirgslagen erhoffe ich aber eine ausnahme.


Beim Überbetrieblichen mähen sieht man sehr oft die Güllewürste die dann beim Schwaden ins Futter kommen denn man kann keinen Schwader so einstellen dass die Würste nicht ins Futter gelangen z.B Wellen in den Wiesen und wer will schon seine eigenen Fäkalien essen?


Sollte es ab 2025 nur noch erlaubt sein, mit Schleppschlauch oder Schleppschuh oder Ähnlichem Gülle auszubringen, werde ich die Milchviehhaltung aufgeben. Die Technik ist zu teuer, verursacht Futterverschmutzungen, ist auf sehr unebenen Flächen nicht einsetzbar. Strom- und Telefonmasten in der Wiese stellen ein erhebliches Unfallpotential dar. Man kann mit Steinmehl, Pflanzenkohle und effektiven Mikroorganismen genauso gut Ammoniakausgasungen verhindern. Diese Düngeverordnung bedeutet den Tod vieler kleiner Familienbetriebe.

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